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 Geschichte

Oberwesel
Stadtansicht von 1832, Stahlstich nach Tombleson
Oberwesel Stadtansicht

Wie bei vielen Städten der Region gehen die Ursprünge wohl auf eine keltische Siedlung namens "Vosavia" oder "Volsolvia" zurück. Die Römer unterhielten hier später eine Pferdewechselstation mit Herberge. Nach dem Fall des Limes wurde Oberwesel fränkisches Königsgut mit Königshof. Das "Hofgut Wesel" ging unter Otto I. 966 an das Erzstift von Magdeburg. 1220 löste Friedrich II. die Verpfändung und Oberwesel wurde freie Reichsstadt. 1255 wird Oberwesel Mitglied des Rheinischen Städtebundes. Aber bereits 1309 verlor Oberwesel diesen Status wieder und kam unter die Herrschaft von Kurtrier, zu dem es bis zur Säkularisierung 1802 gehörte. Im "Weseler Krieg" 1390/91 versuchte die Stadt zwar noch einmal das Blatt zu wenden, musste nach erfolgreicher Belagerung durch den Trierer Erzbischof Werner von Falkenstein aber klein beigeben.

Weinbau, Fischfang (Salm), Handel und Handwerk verhalfen der Stadt zu ihren Einnahmen, die es ermöglichten, in drei Bauphasen von 1220 bis Mitte des 14. Jahrhunderts die Stadtmauern zu errichten. Die Bedeutung der Stadt im Mittelalter lässt sich auch daran ablesen, dass sie zwei große Stifte (Liebfrauen und St. Martin), zwei Klöster und einen Beginenhof beherbergte. Insgesamt unterhielten hier neun Klöster große Hofgüter.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 wurde Oberwesel erstmals von den den Franzosen zerstört.

1794 wurde die Stadt von französischen Revolutionstruppen besetzt und ging 1802 endgültig an Frankreich. Nach dem Wiener Kongress wurde sie mit dem linken Rheinufer preußisch.

Heute glänzt Oberwesel durch die umfangreichsten Reste eines Stadtmauerrings im Oberen Mittelrheintal, der über längere Strecken begehbar ist, seine Kirchen und schöne alte Häuser.

Bauwerke 
  • Schönburg
  • Die teilweise begehbare Stadtmauer mit 16 Wehrtürmen ist die am besten erhaltene Ummauerung am Mittelrhein. Ein Zugang für einige 2006 noch nicht begehbaren Abschnitte ist geplant.
  • Wernerkapelle: Chor der ehemaligen Kapelle des 1689 zerstörten Hospitals
  • Liebfrauenkirche: Mit ihrem Bau wurde 1308 begonnen. 1331 wurde sie geweiht und 1375 endgültig fertig gestellt. Sie wurde anstelle einer Vorgängerkirche, die erstmals 1213 erwähnt wurde, errichtet. Von dieser Marienkirche übernahm die heutige Kirche ein Stift für Weltpriester (im Gegensatz zu Ordenspriestern). Von ihrer Architektur und Ausstattung her (Goldaltar, Lettner, Wandmalereien) zählt sie zu den bedeutendsten gotischen Kirchen im Rheinland.
  • St.-Martins-Kirche: Gotischer Bau von 1350 auf der Grundlage eines romanischen Vorgängerbaus; der Bau wurde auf Grund der defizitären wirtschaftlichen Lage des Stifts nicht fertiggestellt. Der im "Weseler Krieg" zu Verteidigungszwecken in die Stadtmauer einbezogene Turm ist ein illustratives Beispiel sakraler Wehrarchitektur im Rheinland. Von der gotischen Ausstattung ist viel zerstört. Erhalten sind einige Wandmalereien um 1500 / 1600.
  • Minoritenkloster: Das 1242 gegründete Franziskanerkloster hob Napoleon 1802 auf. Beim großen Stadtbrand von 1836 wurde es zerstört und ist seither Ruine.
  • Marktplatz mit Rathaus von 1842 und Fachwerkhäusern

Weinbau 

Innerhalb des Anbaugebiets Mittelrhein gehört Oberwesel zu den größten Weinbaugemeinden. Die Großlage Schloss Schönburg umfasst 72 ha; Einzellagen sind Sieben Jungfrauen, Oelsberg, Bienenberg, St. Martinsberg, Goldemund, Bernstein, Römerkrug. Die Weinberge sind steil terrassiert und zu ca. 80% mit Riesling und zu 20 % mit anderen weißen Rebsorten (Müller-Thurgau, Kerner, Weißburgunder) und seltener auch roten Traubensorten (Spätburgunder, Dornfelder) bestockt. Es werden Weine aller Ausbauarten (mild, halbtrocken und trocken) sowie Qualitätsstufen (Prädikat Kabinett bis vereinzelt Eiswein) erzielt. Kürzlich wurde im Oelsberg eine sanfte Flurbereinigung durchgeführt und die neu bestocketen Weinberge mit einer Bewässerungsanlage versehen. Somit konnte diese traditionelle Lage gesichert werden. Neben Arbeitseinsparung für die Winzer bietet bedeutet dies auch eine Ertragssicherung in trockenen Sommern.

Einige der ca. 30 Weingüter vor Ort sind seit über 200 Jahren im Familienbesitz; manche unterhalten Gutsausschank in der Stadt.

Quelle: Wikpedia


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Fewo Thomas Dietrich | dietrich@ferienwohnung-inter.net